Auf Entdeckungstour in Vietnam

Reiseroute: Hanoi – Halong Bucht – Hoi An – Whale Island – Mui Ne - Saigon

Vietnamesisches Transportmittel, CykloVietnam Airlines heißt uns willkommen. Angst vor dem Fliegen habe ich zum Glück nicht. Nach 11 Stunden Flug und einer Stunde Warten am Gepäckband erreichen wir endlich Hanoi, unsere erste Station auf unserer Vietnam Reise.

Hanoi ist die Hauptstadt Vietnams und hat über 6.000.000 Einwohner. Touristen sind überwiegend in der Gegend um den Hoam Kiem See anzutreffen. Nördlich des Sees befindet sich das Herz Hanois, die Altstadt mit ihren Geschäften, Reisebüros, Restaurants und preiswerten Unterkünften.

Von einem Fahrer abgeholt kann man das Verkehrschaos erst einmal aus dem Auto beobachten. Überall rasen Mofas, die allerlei Dinge transportieren. Man hat das Gefühl, alle fahren kreuz und quer, aber irgendwie findet doch jeder seinen Weg.

Nach einem kurzen Nickerchen ziehen wir los und wollen Hanoi erkunden. Wir trinken erst einmal einen Kaffee am See, laufen um den See und schlendern durch die vielen Geschäfte in der Altstadt, wo man in den verwinkelten Straßen das authentische Asien entdecken kann. Man sieht viele Straßenhändler, die Hüte, Sonnenbrillen oder Bücher anbieten.

Nach einem vietnamesischen Abendessen besuchen wir noch den Night Market, der im Prinzip direkt vor unserem Hotel beginnt. Es gibt viel zu sehen und zu riechen.

Nach 2 Tagen Hanoi sind wir dann auch schon richtig gut im „Straßen überqueren“. ☺

Am nächsten Tag widmen wir uns dem Ho-Chi-Min-Komplex im Westen der Altstadt. In der verkehrsruhigen Zone kann man sich Parks, Pagoden und Denkmäler anschauen. Das Ho-Chi-Minh Mausoleum haben wir auch gesehen. Onkel Ho leider nicht, da wir zur falschen Zeit da waren. Außerdem sehen wir uns das Ho-Chi-Min Stelzenhaus, den Regierungsplast und die Ein-Säulen Pagode an.

Am Abend steht dann das Wasserpuppentheater auf dem Programm. Die Bühne besteht aus einem quadratischen, hüfthohen Becken und die Spieler stehen versteckt hinter einer Bambuswand im Wasser. Die Figuren sind entweder an einem langen Stab befestigt oder an mit einem schwimmenden Sockel versehen und das Spiel wird von Musikanten begleitet.

Am nächsten Tag brechen wir in die Halong Bucht auf, die 1994 zum Weltkulturerbe ernannt wurde und wirklich ein Highlight unsere Reise war. Auf einer traditionell chinesischen Dschunke schippern wir an den über 2000 Inseln vorbei, die aus dem türkisfarbenen Wasser ragen. Tolles Essen, nette Leute und ganz viel Sonne. Ha Long bedeutet „absteigender Drache“ und geht auf eine Legende zurück, die besagt, dass sich hier eine Drachenfamilie nieder gelassen hat. Als Feinde aus dem Norden kamen, schickte der Himmel eine Drachenmutter und ihre Kinder zur Hilfe. Die Drachen spuckten Edelsteine und Perlen, die sich in die Insel verwandelten und so der Weg der Feinde versperrt wurde.

Ladengeschäft in VietnamAls nächstes geht es mit dem Flugzeug nach Danang, von wo wir mit einem Taxi nach Hoi an fahren. Mit dem Fahrrad fahren wir am Abend zum Strand und in die Stadt. Besonders stolz ist man in Hoi An auf die Architektur der Altstadt. Viele Souvenirgeschäfte (vor allem Lampions) laden zum Shoppen ein, unzählige Künstler stellen ihre Bilder aus und Schneider bzw. Bekleidungsgeschäfte bieten maßgenschneiderte Kleidung an. Abends kann man romantisch am Fluss entlang schlendern. In Hoi An steht noch unser Kochkurs auf dem Programm. Dieser beginnt mit einem Besuch des Marktes und endet mit dem Verzehr der selbst zubereiteten Speisen. Sehr lecker… ☺

Whale IslandAuf Whale Island, ein winziger Fleck auf der Karte (nördlich von Nha Trang) haben wir dann Zeit, unsere Seele baumeln zu lassen. Man fühlt sich wie im Paradies. Drei deftige Mahlzeiten am Tag, ein ganz einfacher aber sehr gemütlicher Bungalow und der Strand direkt vor uns. Wir gehen im Korallenriff schnorcheln und lesen viel.

Mui NeMit dem Zug geht es nach 2 Nächten nach Mui Ne, in das ursprüngliche Fischerdorf. Die Resorts gliedern sich aufgrund der niedrigen Bauweisen und der harmonischen Gärten gut in die Landschaft ein. Mui Ne ist das Mekka des Wassersports. Vor allem Kitesurfer und Wellenreitende sieht man viel. Wir machen eine Jeeptour zu den roten Sanddünen, die eigentliche Sehenswürdigkeit Vietnams und wandern durch einen Strom, der durch die Dünenlandschaft führt.

Mit dem Bus geht es weiter nach Saigon, wo man wieder das entgegengesetzte Leben erlebt. Laute Straßen, viele Mopeds, Straßenhändler und viel Verkehr. Saigon ist im Gegensatz zu Hanoi sehr modern. Wir besuchen den Ben Than-Markt, auf dem es vom Touristenkitsch bis zum getrockneten Seepferdchen alles zu kaufen gibt. Nach einem Tag Saigon geht schon unser Flug Richtung Europa und so endet unser kleiner Vietnam Reisebericht.

Text und Fotos © Cornelia Haagmans, erlebe-vietnam Reisespezialistin