Vietnam

Vietnam wurde im 20. Jahrhundert international besonders durch den Indochina-, später dem Vietnamkrieg, im Englischen "vietnam war",  bekannt. Mit aufsehenerregenden Aktivitäten der Friedensbewegungen in der ganzen Welt, aber vor allem in den USA selbst, wurde eine Beendigung des Vietnamkrieges nachdrücklich gefordert. Doch der Krieg, welcher in Vietnam der "Amerikanische Krieg" genannt wird, sollte noch einige Jahre andauern und in seinem Verlauf kamen ca. drei millionen Vietnamesen ums Leben. Noch einmal schaute die internationale Weltöffentlichkeit nach Südostasien, als China 1979 militärisch in Nordvietnam einfiel. Nach zahlreichen militärischen Übergriffen der kambodschanischen Roten Khmer auf vietnamesisches Territorium besetzten vietnamesische Truppen Kambodscha, was den Sturz des Pol Pot-Regimes zur Folge hatte. 1989, nach einem langjährigen blutigen Guerillakampf mit den Roten Khmer, zogen sich die vietnamesischen Truppen aus Kambodscha zurück. Mehr hierzu ist auf den diversen Artikeln unter der Rubrik "Geschichte" nachzulesen.

Das Land, seine Bevölkerung und Kultur

Vietnam ist eine Reise wert. Die meisten Besucher des Landes sind von der Schönheit seiner Natur begeistert. Sei es als Touristen, welche ihre Reise über ein Reisebüro buchten und in einem der zahllosen, wie Pilze aus dem Boden geschossenen Hotels buchten, oder Besucher, die einfach nur mit dem Rucksack auf dem Rücken Vietnam ganz individuell bereisen und somit das Land und die Menschen besonders authentisch erleben. Die einheimische Bevölkerung ist sehr gastfreundlich. Besonders wenn man als Fremder die dortigen Verhaltensregeln beachtet und hinzu noch ein paar vietnamesische Worte zur Anwendung bringt. Ansonsten gilt, wo Sonne ist, dort findet man auch Schatten. In den großen Städten muß man hin und wieder mit aufdringlicher Bettelei und Anbiederei rechnen, da die Armut unter einem erheblichen Teil der Bevölkerung sehr groß ist. Die Schere zwischen arm und reich öffnet sich ständig und rasant. Man sollte das als Tourist nicht überbewerten. Meiner Erfahrung nach ändert sich das, je mehr man aufs Land fährt. Die Menschen dort sind einfacher und natürlicher. Ich hatte da meine ganz besonderen Erlebnisse und Begegnungen, die ich nie vergessen möchte.

Sehr viele historische Bauten und alte Architektur wurden leider im Vietnamkrieg zerstört, oder sind zumindestens in einem traurigen Zustand. Dennoch, es gibt für Touristen auf einer Rundreise in Vietnam auch hierzu eine Menge zu sehen.

Die vietnamesische Küche

Ich bin weit davon entfernt zu behaupten auch nur die geringste Ahnung von der vietnamesischen Küche, geschweige denn der Zubereitung der nationalen Speisen zu haben. Doch habe ich seit vielen Jahren das Vergnügen vieles davon konsumieren zu können. Vietnamesen können sich viele Stunden lang über das Thema unterhalten, streiten sowie die Köpfe erhitzen, wie diese oder jene Speise ihrer Meinung nach "richtig" zubereitet wird, welches Rezept das bessere sei und man mag beim Zuhören vermeinen, dass es bei dem lebhaften "Streiten" um etwas anderes als Kulinarisches ginge.

Der Reisende, welcher hinsichtlich fremder Küchen aufgeschlossen ist, befindet sich diesbezüglich in Vietnam in einem kulinarischen Paradies. Seien es Hummer, Krappen, Fisch, diverse Nudelsuppen und, und, und. Selbstverständlich alles frisch. So liegt man z. Bsp. an einem Strand und die Fischersfrauen laufen ihn hoch und runter um den frischen Fang von soeben anzubieten. Man sucht sich das noch lebende Getier nach Belieben aus und sofort wird es zubereitet. Na, wer jetzt noch nicht neugierig geworden ist .... .

Der Tourismus

Weiter oben ging ich schon auf das Thema ein. Nur noch so viel. Vietnam ist für den internationalen Tourismus schon lange kein Geheimtipp mehr. Es gibt zahllose Pensionen und Hotels, von dreckig über einfach aber angenehm, bis 5-Sterne-Hotels von höchstem Standard. Je nach Vorliebe und Geldbörse hat man die Wahl.

Leider ist zum Teil auch in Vietnam zu sehen, wie Strände mit Hotels "zubetoniert" werden. Jedoch kann man aktuell noch etliche ruhige Strände abseits der Touristenpfade und nette Ressorts vorfinden, in denen hauptsächlich die einheimischen Reisenden absteigen.

Leider hat derzeit noch immer die Rücksichtnahme auf Umwelt und Natur bei den Einheimischen keine höhere Bedeutung. Folge hiervon ist Müll aller Orten. Die Menschen haben von früh bis spät weitestgehend nur mit den Gedanken zu tun, sich und die ihrigen mehr schlecht als recht über den Monat zu bringen.

Empfehlungen über Sehenswürdigkeiten will ich hier nicht anbringen. Es gibt diverse Reiseführer zu kaufen und auch so mancher Artikel auf den hier folgenden Seiten berichtet darüber.

Viel Vergnügen

Nun wünsche ich aber viel Vergnügen beim lesen der Seiten von Vietnam kompakt. Ich hoffe, dass für alle Besucher etwas spannendes dabei ist.


Einige Artikel hier vorgestellt

25 Jahre Doi Moi in Vietnam

Vor einem Monat wurde in Vietnams Metropole Ho Chi Minh Stadt der Thu Thiem Tunnel feierlich dem Verkehr übergeben. Der 1,5 Kilometer lange Straßentunnel unterquert den Saigon-Fluss und verbindet das alte Stadtzentrum Saigon mit den neuen Stadtteilen Thu Thiem westlich des Flusses.

Der Tunnel besitzt 6 Fahrspuren und ist in der Lage 45.000 Autos und LW sowie 15.000 Motorräder aufzunehmen. Er ist eines der wichtigsten Elemente einer 22 km langen Stadtautobahn die den Osten der Megacity Ho Chi Minh Stadt mit dem Westen verbindet.

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Dalat, lebendige Momente

.... Plötzlich, irgendwo zwischen den leicht schimmernden Lichtern der Strassenleuchten, vernahm ich eine zarte Stimme hinter mir. Ein kleines Mädchen, im Alter zwischen 5 und 8, lief mir ständig hinterher und sagte: “Chu”, willst Du mir bitte nicht ein par Glasperlen abkaufen? Ich sagte: “Nein!”, und marschierte weiter. Doch das Mädchen gab nicht nach und lief mir hartnäckig hinterher. Ich blieb schliesslich stehen und und beugte mich zu ihr hernieder. Ich fragte sie, wie alt sie wäre und wie sie hiess. Sie antwortete: “7”. ”Und ich heisse ”Nga!”.”Wo sind denn Deine Eltern?”. ”Ich lebe mit meiner Mutter und mit meinen Geschwistern auf dem Land”. ....

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Vietnamesischer Pangasius am Pranger

Pangasius ist ein vietnamesischer Fisch aus der Familie der Welse. In nur wenigen Jahren wurde er vom Unbekannten zu einem der beliebtesten Speisefische in Deutschland. Die Art, wie der Fisch in Vietnam ‚produziert’ wird, bringt derzeit negative Schlagzeilen. Der Viet Nam Kurier geht der Sache auf den Grund.

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Mit dem Frachtschiff ins Mekongdelta

Im Sommer 1996 führte mich meine erste Reise nach Vietnam. Geplant war ein 4-wöchiger Aufenthalt, um dann auf dem Landweg über Laos, von Thailand wieder nach Deutschland zu fliegen.

Ich habe nie den Boden Laos’ oder Thailands betreten, sondern blieb 10 Wochen in Vietnam.

Einen Tag nach meiner Ankunft leihte ich mir das Fahrrad meines Gastgebers - einem Deutschen, der in Saigon arbeitete - aus, um vom Stadtbezirk 8 in den Stadtbezirk 1 (Zentrum) zu fahren. Auf dem Weg dorthin bedauerte ich sehr, nicht über ein weiteres Augenpaar zu verfügen.

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Nach Hanoi – der Liebe wegen

„Machen Sie auch Reisebegleitungen nach Vietnam?“ fragte eine männliche Stimme am Telefon. Aus der Redeweise schloss ich, dass der Anrufer unter einer leichten Sprachbehinderung leidet und vom Dialekt her vermutlich aus Ostdeutschland stammen könnte.

„Im Prinzip ja“, antwortete ich und fragte weiter:“ Wann und wohin genau wollen Sie denn?“

Ich musste mich sehr konzentrieren, um alles zu verstehen, was mein Gesprächspartner daraufhin hervorsprudelte. Er stellte sich vor: „H. K. – wie der Bundespräsident! Ich bin 55 Jahre alt und rufe aus Gansleben an, das ist in der Nähe von Magdeburg!“ Er wolle zu Freunden nach Hanoi.

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Agent Orange: Seit 50 Jahre warten die Opfer auf Gerechtigkeit

Ein halbes Jahrhundert ist vergangen, seit die USA zum ersten Mal Agent Orange über Vietnam versprühten. Über 35 Jahre nachdem der Krieg in Vietnam vorbei, ist startete endlich das erste vietnamesisch-amerikanische Projekt um Überreste von Agent Orange zu beseitigen. Spezialisten des vietnamesischen Verteidigungsministeriums begannen Mitte Juni 2011 in voller Schutzkleidung mit der Beseitigung von Blindgängern und anderen Kampfmitteln auf dem Gelände des ehemaligen US-Militärflughafens in Da Nang. Ihre Arbeit ist zweifach gefährlich. Da sind zum einen die nicht explodierter Granaten, Minen und anderes Kriegsgerät aus dem amerikanischen Krieg. In unseren Breiten eher bekannt als Vietnamkrieg. Das Gelände ist außerdem in hohem Maße dioxinverseucht. Die Beseitigung der Kampfmittel ist die Voraussetzung dafür, dass danach das Erdreich entgiftet werden kann.

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Reisfelder, die Schlachtfelder waren

Gerade bereiten die USA einen neuen Krieg vor. Ihr Präsident sieht die »nationale Sicherheit« bedroht – wie seine Vorgänger einst, die ihr Land in Vietnam »verteidigen« ließen.

Phan Thi Van Kieu wird demnächst 27 Jahre alt. Zu jung, um selbst erlebt zu haben, was am 16. März 1968 – vor 35 Jahren – in ihrer Heimat- gemeinde geschah. Tinh Khe heißt das Dorf im schmalen Küstenstreifen der mittel- vietnamesischen Provinz Quang Ngai. Manchmal spricht die junge Frau im hellblauen Ao-Dai-Gewand auch von Tu Cung. Geduldig versucht sie dem verwirrten Fremden, der andere Namen erwartet hat, zu erklären, wann wer wofür welche Bezeichnung benutzte: Zu Zeiten des südvietnamesischen Regimes sei die Gemeinde in Son My umbenannt worden. Und auf den Karten der USA-Division, die damals im nahen Chu Lai ihr Quartier hatte, waren die unter Palmen und in dichtem Gebüsch versteckten Weiler der Einfachheit halber nummeriert – von My Lai 1 bis My Lai 6.

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Vietnamkrieg Teil 1

Liebe Leser. Den Krieg, der in der Öffentlichkeit allgemein als der "Vietnamkrieg" bekannt ist, verbinden wir stets mit der militärischen Auseinandersetzung zwischen den USA und der DRV (Demokratischen Republik Vietnam, bekannt als Nordvietnam). Doch bedenken wir, daß Vietnam jahrhundertelang den Invasionen und damit verbunden der Ausbeutung, sowie demütigenden Knechtung durch ausländische Mächte unterworfen war. Daß dies für die Vietnamesen bedeutete, im eigenen Land unmündig zu sein. Ohne polarisieren zu wollen, muß ich damit die Schlußfolgerung ziehen, daß der bewaffnete Widerstand gegen ausländische Besatzer durchaus seine Berechtigung hatte. Sowohl rechtlich als auch moralisch.

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vietnamesisch-chinesische Beziehungen Teil 1

Von Beginn der vietnamesischen Geschichtsschreibung an bestanden ständig Kontakte und Beeinflussungen der beiden benachbarten Länder China und Vietnam, die sich bis in die heutige Zeit hinein erstrecken. Für die prähistorische Zeit Vietnams gibt es kaum Aufzeichnungen. Erst mit dem Eindringen der Chinesen im -2. Jh. beginnt die schriftlich dokumentierte vietnamesische Geschichte, und zwar in chinesischer Geschichtsschreibung.

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Das Massaker von My Lai

1968. Der Krieg, den die USA gegen Vietnam führte, wütete in aller Härte. Über 500.000 Soldaten der US-Armee standen in Vietnam und General Westmoreland forderte von Saigon aus weitere 260.000 Mann, um sie gegen die Befreiungsfront in den Kampf zu schicken. In Hué tobte die Schlacht in den historischen Kaiserpalästen.

Die US-Militärführung hatte eine neue Taktik entwickelt: "search and destroy." Die kleinen und größeren Gruppen von Kämpfern der Befreiungsfront sollten aufgespürt und auseinander getrieben werden.

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